Das Jahr 2018 ist beendet – unsere Arbeit noch nicht!

Die Projektgruppe „Stolpersteine für Lübbenau“ war im Dezember 2018 viel unterwegs. Jedoch fing der Monat mit der mühevollen, aber interessanten Aktenarbeit für unseren Wikipedia-Artikel für Ernestina Gallardo an. Wir unterteilten unser Team in mehrere Gruppen und jede Gruppe sollte sich über ein ganz bestimmtes Thema informieren. Am Ende dieser mühsamen Arbeit brachten wir unsere herausgeschriebenen Fakten noch in Textform und stellten sie daraufhin unseren anderen Teammitgliedern vor. Wie schon erwähnt, erlebte der Geschichtsgrundkurs aber auch viel außerhalb der Schule. So trafen wir uns am Donnerstag, den 13. Dezember, früh am Bahnhof in Lübbenau und machten uns auf den Weg nach Potsdam zur Lindenstraße. Mitten im Stadtzentrum von Potsdam wartete die Historikerin Laura Throckmorton auf uns, um uns durch die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße zu führen. In dem ehemaligen Gefängnis wurden uns Gewalttaten der unterschiedlichen Diktaturen des 20. Jahrhunderts und der Umgang mit politischen Verfolgten nähergebracht.
Anlässlich des Sterbetags von Beatrice Ledermann am 27. November 1942 besuchten wir den Verlegungsort der Stolpersteine. Die Exkursion diente, wie schon im Jahr zuvor, als Erinnerungszeichen für die Lübbenauer Geschäftsfrau und den Lübbenauer Tierarzt Max Plessner, damit ihre Schicksale nicht in Vergessenheit geraten. In der Lübbenauer Altstadt angekommen, reinigten wir zunächst die Gedenksteine beider jüdischer Opfer des Nationalsozialismus. Zum Gedenken an Max Plessner und Beatrice Ledermann legten wir an jedem Stolperstein jeweils eine weiße Rose nieder.
Daraufhin besuchten wir die Ausstellung „100 Jahre Ende Erster Weltkrieg – Lübbenau, Cüstrin, Verdun“ im Lübbenauer Rathaus. Auch hier wurden wir durch die Ausstellung geführt. Herr Michael Hensel vom Projektbüro Lübbenau-Brücke war zuständig für die Organisation der Ausstellung. Für uns war es interessant, ob es einen historischen Zusammenhang zu Max Plessner gäbe. Herr Hensel erzählte davon, wie mühevoll es sei, alte Akten und Briefe zu lesen und den Inhalt übersichtlich in einer Ausstellung wiederzugeben. Das erinnerte uns stark an unsere eigene Recherchearbeit und wieder einmal konnten wir stolz sein, was wir Woche für Woche in den Akten zu Ernestina Gallardo auch ohne Übersetzungsbüro herausfanden. Letztlich stellte sich heraus, dass auch Max Plessner als Teilnehmer im Ersten Weltkrieg auftauchte, der seinen Dienst als Oberveterinär im Ersatz-Feldartillerie-Regiment in Zossen verrichtete.

Auch im Projektunterricht unseres letzten Kurshalbjahres arbeiten wir für die erfolgreiche Umsetzung unserer Zielstellung. So kann man auf unserer Webseite den Lebenslauf Ernestina Gallardos mittlerweile auch in englischer Sprache nachlesen. Wichtige Teile ihrer Biografie wollen wir in den kommenden Wochen in einem Wikipedia-Artikel veröffentlichen. Für die diesjährige Berliner Gedenkveranstaltung „DENKMALAMORT“ am 04. Mai 2019 hat unsere Projektgruppe von den Organisatoren erneut eine Einladung erhalten, um als Akteure dabei zu sein.

Für die Projektgruppe

Patrick Güttler, Marvin Reschke

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s